Aktualisiert am 26. Januar 2026
Stell dir vor, du möchtest Bitcoin nutzen, aber wer sorgt eigentlich dafür, dass das Netzwerk rund läuft? Die Antwort: Miner. Doch was genau tun sie und wie verdienen sie damit Geld? In diesem Artikel erfährst du alles, was du als Einsteiger über Bitcoin Mining und den Verdienst von Minern wissen musst.
🎙️ Direkt aus der Praxis: In unserem House of Satoshi Podcast haben wir mit einem echten Bitcoin Miner gesprochen. Sascha Grumbach von Green Mining DAO, redet Klartext. Hör unbedingt rein, wenn du wissen willst, wie es wirklich läuft.
Was ist Bitcoin Mining, vereinfacht
Bitcoin ist ein dezentrales Netzwerk: Es gibt keine zentrale Stelle, die Transaktionen prüft oder neue Bitcoins herausgibt. Diese Aufgaben übernehmen Miner. Sie stellen Rechenleistung zur Verfügung, um neue Transaktionen zu verifizieren und zu Blöcken zusammenzufassen. Wer als Erster einen gültigen Block findet, bekommt eine Belohnung. Das nennt man Mining. Übrigens, das Mining einfach erklärt, kannst du hier nachlesen.
Kurz gesagt: Miner sichern das Netzwerk und werden dafür in Bitcoin bezahlt.
So verdienen Miner Geld
Die Belohnung für das Mining eines Blocks, auch «Block Reward» genannt, besteht aus zwei Teilen:
- Block Subsidy: Das sind neu geschaffene Bitcoins. Aktuell (Stand: Januar 2026) sind es 3,125 BTC pro Block. Beim nächsten Halving wird diese halbiert.
- Transaktionsgebühren (Fees): Alle Nutzer, die Transaktionen senden, zahlen Gebühren. Diese werden dem Miner gutgeschrieben, der den Block findet.
Beispiel: Wenn ein Block 3,125 BTC Subsidy enthält und zusätzlich 0,5 BTC an Gebühren, verdient der Miner insgesamt 3.625 BTC. Eine aktuelle Übersicht über die Einnahmen findest du auf Blockchain.com, Miners Revenue.
Warum werden die Block Rewards kleiner?
Alle vier Jahre halbiert sich der Block Subsidy, das nennt man Halving. 2009 waren es noch 50 BTC pro Block, 2024 waren es nur noch 3,125 BTC. Das sorgt dafür, dass das Angebot an neuen Bitcoins langsam sinkt, bis etwa 2140 keine neuen Bitcoins mehr entstehen. Was Halving genau bedeutet, erfährst du hier.
Langfristig werden also die Transaktionsgebühren zur Haupt-Einnahmequelle der Miner.
Arbeiten Miner alleine oder im Team?
Die Wahrscheinlichkeit, als einzelner Miner einen Block zu finden, ist sehr gering – wie ein Lottospiel mit Millionen Mitspielern. Deshalb schliessen sich viele Miner zu sogenannten Mining Pools zusammen.
Diese Pools kombinieren ihre Rechenleistung und verteilen die Belohnungen anteilig an alle Mitglieder. So erhalten Miner kleinere, aber regelmässigere Auszahlungen.
Ist Mining automatisch profitabel?
Erfolgreiche Miner sind diejenigen, die es schaffen, die richtige Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben zu finden und sich an die ständig wechselnden Bedingungen im Bitcoin-Netzwerk anzupassen. Bitcoin Mining ist somit nicht ohne Herausforderungen und Kosten.
- Stromkosten: Dies ist einer der wichtigsten Kostenfaktoren beim Bitcoin Mining. Die Energiekosten machen einen erheblichen Teil der Gesamtkosten aus, da die Mining-Geräte kontinuierlich laufen und viel Strom verbrauchen. Laut CoinShares betragen die Stromkosten etwa 68-71% der Gesamtkosten pro geschürftem Bitcoin.
- Hardware-Kosten: Die Anschaffung spezialisierter Mining-Hardware, insbesondere ASIC-Miner (Application Specific Integrated Circuits), stellt eine bedeutende Investition dar. Diese Geräte können mehrere tausend Dollar kosten.
- Bitcoin-Kurs: Der aktuelle Wert von Bitcoin beeinflusst direkt die Profitabilität des Minings. Ein höherer Bitcoin-Preis erhöht die potenziellen Einnahmen und kann somit die Kosten besser ausgleichen.
- Mining-Schwierigkeit (Difficulty): Mit steigender Schwierigkeit wird mehr Rechenleistung benötigt, um neue Blöcke zu finden. Dies erhöht den Energieverbrauch und somit die Kosten.
- Hashrate: Die Gesamtrechenleistung des Bitcoin-Netzwerks beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, einen Block zu finden. Eine höhere Hashrate bedeutet mehr Konkurrenz und potenziell höhere Kosten im Verhältnis zum Ertrag.
- Kühlungskosten: Die leistungsstarken Mining-Geräte erzeugen viel Wärme und benötigen effiziente Kühlung, was zusätzliche Kosten verursacht.
- Wartung und Instandhaltung: Regelmässige Wartung und gelegentlicher Austausch der Hardware sind notwendig und tragen zu den Gesamtkosten bei.
- Standort: Die geografische Lage des Mining-Betriebs kann die Kosten erheblich beeinflussen, insbesondere in Bezug auf Strompreise und Kühlungsanforderungen
Was passiert, wenn der letzte Bitcoin geschürft ist?
Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich im Jahr 2140 geschürft werden. Doch was passiert danach? Wenn keine neuen Bitcoins mehr erzeugt werden können, werden die Miner ihre Einnahmen ausschliesslich aus Transaktionsgebühren generieren. Lese dazu: Wie viele Bitcoin gibt es?
🎧Interview mit Miner: Echte Erfahrungen
Im House of Satoshi Podcast erzählt ein Miner aus erster Hand, wie es wirklich ist, zu minen: «Viele stellen sich das wie einen Gelddrucker vor, aber in Wahrheit ist es ein hart kalkuliertes Business.» Er spricht offen über Stromkosten, Pool-Auswahl und warum Transparenz für ihn wichtiger ist als Profitmaximierung.