Was ist Lightning?

Wer sich vertiefter mit Blockchain auskennt, dem ist das Blockchain-Trilemma bekannt. Dabei geht es um die Schwierigkeit, die Komponenten Skalierbarkeit, Sicherheit und Dezentralisierung zu maximieren.

Es geht zum einen um die Skalierbarkeit, die in vielen Netzwerken oftmals an Grenzen stösst. Auch die Dezentralisierung sowie die Netzwerk-Sicherheit lässt sich mehrheitlich nicht endlos erweitern. Und deswegen wird oft vom sogenannten Blockchain-Trilemma gesprochen.

Bitcoin Beliebtheit

Bitcoin in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen, so dass die Vielzahl von Transaktionen im Netzwerk kaum mehr verarbeitet werden konnten. Denn das Konzept schreibt vor, dass nur eine begrenzte Anzahl von Transaktionen pro Block möglich sind. Die nicht verarbeitenden Transaktionen müssen somit in eine Warteschlagen bis sie in den nächsten Block hinzugefügt werden.

Bitcoin kann pro Sekunde vier bis sieben Transaktionen verarbeiten und alle zehn Minuten wird ein Block erzeugt. Bei hohem «Traffic» führt das zu Stau und in Spitzenzeiten kommt es somit zu Verspätungen. Und hier kommt nun das Lightning Netzwerk zum Tragen.

Lightning Netzwerk für Skalierung

Beim Lightning Netzwerk handelt es sich um einen sogenannten Off-Chain Payment Channel. Das bedeutet, dass Nutzer ihre Bitcoin «off chain», also abseits der Bitcon Blockchain, an andere Nutzer senden. Das Empfangen und Senden erfolgt sofort und braucht keine vertrauenswürdige Drittinstanz.

Vereinfacht gesagt werden die Transaktionen in einer Schicht über der Blockchain abgewickelt. Dazu schickt man einen Betrag in das Lightning Network. Das tut man indem man eine spezielle Lightning Wallet herunterlädt und auf dieses Wallet schickt man eben die gewünschte Summe. Dabei handelt es sich um eine ganz normale Transaktion auf der Bitcoin Blockchain.

Und nun kann der Nutzer einfach Bitcoin oder eher wohl Satoshis über dieses Netzwerk senden und empfangen. Jede Transaktion in diesem Netzwerk wird nicht auf der Bitcoin Blockchain verarbeitet. Sobald man genug davon hat, kann man den Restbetrag wieder zurück auf sein Bitcoin-Wallet schicken und diese Transaktion wird dann wieder auf der Blockchain verarbeitet.

Das ist ähnlich wie bei einer Prepaid-Karte. Diese muss jeweils vor Gebrauch mit Geld aufgeladen werden muss und solange man Geld auf der Karte hat, kann man damit zahlen. Ist der Kontostand auf der Karte leer, muss man wieder mit einer Überweisung die Karte «auffüllen».

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