Das ist eine bezahlte Kollaboration zwischen House of Satoshi und der Luzerner Kantonalbank.
Bitcoin wird 18. Und 18 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer halten inzwischen Krypto, mehr als Deutsche und Österreicher Aktien halten, sagt Niko Jilch. Volljährig also?
Auf der Bühne im Kino sagen Niko Jilch, Adrian Fritz von 21Shares und Serge Kaulitz von der Luzerner Kantonalbank unisono: Der Bärenmarkt ist vorbei.
Rino Borini will wissen, warum ein Minus von 50 Prozent die ETF-Bestände kaum bewegt hat, wieso 30 Schweizer Banken Bitcoin verkaufen, aber keine ihn ins Portfolio nimmt, und was Bitcoin mit Viagra gemeinsam hat.
Zum zweiten Mal feiert House of Satoshi den Bitcoin Whitepaper Day gemeinsam mit der Luzerner Kantonalbank im Kino, mit Popcorn, Publikum und Fragen aus dem Saal.
Der Bitcoin-Banker: Serge Kaulitz, Head DLT, Blockchain & Digital Assets bei der Luzerner Kantonalbank
Der Bitcoin-Stratege: Adrian Fritz, Chief Investment Strategist bei 21Shares
Die Bitcoin-Stimme: Niko Jilch, Finanzjournalist und Host von «Was Bitcoin bringt», eingeflogen aus Wien
Darum geht es:
- Bärenmarkt vorbei, sagen alle drei. Nur: Beim letzten Mal lagen zwischen technischer Bestätigung und echtem Ausbruch ein Jahr Seitwärtsbewegung.
- Warum dieser Bär milder war: Der Preis fiel um 50 Prozent, die US-ETF-Bestände nur um rund 10 Prozent. In Europa flossen seit Oktober 2025 über 2 Milliarden netto zu.
- Warum in der Schule niemand erklärt, woher Geld kommt, und wieso Jilch die Geldproduktion ein Kartell nennt.
- Coldcard: Für Jilch der Angriff, der näher am Kern von Bitcoin lag als FTX und Celsius zusammen. Kaulitz erzählt, wieso die LUKB anderthalb Jahre lang Zufallsgeneratoren geprüft hat.
- Zahlungsmittel oder Wertspeicher? Alle drei sagen Wertspeicher. Jilch warnt trotzdem: Das Fenster für anonymes Peer-to-Peer schliesst sich.
- 30 bis 35 Schweizer Banken bieten Bitcoin an, keine hat ihn in der strategischen Asset Allocation. Family Offices sind drin, Pensionskassen brauchen Geduld.
- Fragen aus dem Saal: Warum Europa keine Treasury Companies baut, ob die USA mit 10 Prozent aller Bitcoin ein Klumpenrisiko sind und wovon Miner in 50 Jahren leben.
Wer sitzt auf der Bühne?
Serge Kaulitz verantwortet bei der Luzerner Kantonalbank alles rund um Blockchain und Digital Assets. Die LUKB war die erste Kantonalbank mit einem umfassenden Krypto-Angebot, inklusive Ein- und Auslieferung sowie Lombardkrediten auf Bitcoin. Kaulitz war schon beim ersten Whitepaper-Day-Podcast 2025 dabei.
Adrian Fritz ist Chief Investment Strategist bei 21Shares, einem der weltweit grössten Anbieter von Krypto-ETPs, gegründet in der Schweiz. Er sitzt an der Front, wenn Banken und Vermögensverwalter Due Diligence auf Bitcoin-Produkte machen.
Niko Jilch ist Finanzjournalist aus Wien und Host von «Was Bitcoin bringt», einem der reichweitenstärksten Bitcoin-Podcasts im deutschsprachigen Raum. Er war bereits in Folge #51 zu Gast, damals zu Geldsystem, Inflation und Euro.
Ist der Bitcoin-Bärenmarkt vorbei?
Ja, sagen alle drei, mit Einschränkung. Technisch ist Bitcoin über der entscheidenden Wochenlinie, die Stimmung bleibt trotzdem mies. Jilch erinnert daran, dass der letzte Boden von einem EZB-Artikel im Handelsblatt markiert wurde, dieser von Larry Fink in einem Nebensatz im Fernsehen. Fritz sieht in der Coldcard-Krise ein Signal: Der Preis hat darauf praktisch nicht reagiert. Und Jilch nennt die Lage ideal für den nächsten Zyklus: Preis stabil, Stimmung schlecht, Retail tobt sich in KI-Aktien aus.
Wann kommen die grossen Institutionellen?
Nicht so schnell. Family Offices und kleinere unabhängige Vermögensverwalter sind laut Fritz die Early Adopters und teilweise investiert. Bei Pensionskassen geht es nicht um Upside, sondern um Risikobudget, und dafür ist Bitcoin mit 30 bis 40 Prozent Volatilität vielen noch zu früh. Was sich geändert hat: Im Bärenmarkt haben Banken und Asset Manager Due-Diligence-Prozesse gestartet statt abgebrochen. 2022 nach FTX hiess es bei vielen Instituten noch «Stopp, wir machen nichts mehr», erzählt Kaulitz. Heute fragen sie, wie ein Angebot aussehen könnte.
Bitcoin mit 18: Zahlungsmittel oder Wertspeicher?
Das Whitepaper verspricht Peer-to-Peer Cash, genutzt wird Bitcoin als Spartechnologie. Für Kaulitz ist das kein Scheitern, sondern Marktentwicklung: In Afrika schützt Bitcoin vor Inflation, in der Schweiz ist er eine Anlageklasse. Fritz sieht zwei Werttreiber, das knappe Asset und das dezentrale Netzwerk, das Werte ohne Staat verschiebt. Jilch geht weiter: Technologisch könnte Bitcoin Settlement-Layer der Finanzindustrie werden. Entscheidend sei aber etwas anderes: Wie viele Menschen beginnen, in Bitcoin zu rechnen.
Diese Episode dient ausschliesslich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.