Coldcard-Hack: 70 Millionen Dollar in Bitcoin gestohlen – Thomas Lohbeck ordnet ein

Über 1’000 Bitcoin (~70 Mio. USD) sind von Coldcard-Hardware-Wallets gestohlen worden, ausgelöst durch einen fehlerhaften Zufallsgenerator, der seit 2021 im Code steckte. Rino Borini spricht mit Bitcoin-Coach Thomas Lohbeck über den Hack, die Chronologie und was jetzt zu tun ist. Thomas liefert zudem nützliche Praxistipps für die Selbstverwahrung.

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Wer ist Thomas Lohbeck?

Thomas ist Bitcoin-Experte und -Coach und hilft unter anderem seinen Kunden dabei, ihre Selbstverwahrung sauber aufzusetzen. Lese hier Thomas Analyse und finde ihn hier auf Linkedin.

Was ist beim Coldcard-Hack passiert?

Coldcard-Wallets erzeugten ihre 24 Wörter (Seed Phrase) nicht wirklich zufällig. Statt einer hohen Entropie, also echtem, unvorhersehbarem Zufall, stützte sich der Zufallsgenerator im Kern auf die Systemuhr. Ein Angreifer, der den fehlerhaften Code kannte, konnte damit gezielt Wallets nachrechnen. Innerhalb von 25 Minuten wurden über Tausende Wallets geleert. Der Fehler existierte laut Thomas bereits seit 2021 auch KI-gestützte Code-Audits der Herstellerfirma hatten ihn zuvor nicht gefunden. Hier findest du einen Tracker, um zu sehen, wie viel pro Adresse abgezogen wurde

Wer ist betroffen und wer nicht?

Wichtig zuerst: Wer eine Bitbox, einen Trezor oder Ledger besitzt, muss sich keine Sorgen machen. Der Fehler steckt ausschliesslich im Coldcard-Code. Die Herstellerfirma selbst empfiehlt inzwischen allen Coldcard-Besitzenden, unabhängig vom Modell, ihre Funds umgehend auf ein anderes Wallet zu verschieben.

Was Coldcard-Nutzer jetzt sofort tun müssen

Wer eine Coldcard besitzt, sollte die Bitcoin zeitnah auf ein neues, sauber eingerichtetes Wallet übertragen. Am besten zuerst mit einem kleinen Testbetrag, danach mit dem Rest. Wichtig: Vorsicht vor Betrügern, die die Verunsicherung ausnutzen und sich als Support ausgeben. Kein seriöser Anbieter fragt jemals nach deiner Seed Phrase.

Was der Hack über Selbstverwahrung generell lehrt

Der Vorfall ist kein Grund, der Selbstverwahrung den Rücken zu kehren, im Gegenteil. Er zeigt, wie wichtig ein wirklich guter Zufallsgenerator ist und dass man diesen zusätzlich absichern kann, etwa durch eigenes Würfeln der Seed Phrase oder mit Seed Sticks. Thomas empfiehlt ausserdem, das eigene Backup mindestens einmal jährlich zu überprüfen.

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