SegWit – kurz für «Segregated Witness» (deutsch: getrennter Zeuge) – ist ein bedeutendes Bitcoin-Upgrade, das im August 2017 als Soft Fork aktiviert wurde. Es veränderte die Art, wie Transaktionsdaten in einem Block gespeichert werden, und löste dabei gleich mehrere Probleme gleichzeitig.
Das Kernprinzip: SegWit trennt die Signatur-Daten (Witness-Daten) vom eigentlichen Transaktionskörper und speichert sie separat. Dadurch wird pro Transaktion weniger Platz im Block verbraucht – was es ermöglicht, mehr Transaktionen pro Block unterzubringen. Das erhöht effektiv die Kapazität des Netzwerks, ohne die eigentliche Blockgrösse zu erhöhen.
SegWit behob ausserdem den sogenannten «Transaction Malleability Bug» – eine Schwachstelle, die es erlaubte, die Transaktions-ID zu verändern, bevor eine Transaktion bestätigt wurde. Das öffnete den Weg für das Lightning Network, das auf dieser Grundlage aufbaut.
Es gibt verschiedene SegWit-Adresstypen: P2SH-SegWit-Adressen beginnen mit «3» (älteres Format, noch weit verbreitet) und Native-SegWit-Adressen (auch «Bech32» genannt) beginnen mit «bc1». Letztere sind effizienter und günstiger in der Nutzung. Wer Bitcoin heute kauft oder überweist, sollte immer Native-SegWit-Adressen (bc1…) bevorzugen.
Weiterführende Blogbeiträge
Bitcoin Adresse erklärt: Seed, Private Key, Public Key – und was du nie teilen solltest
Bitcoin und der Quanten-Computer: Wahrscheinlich eine Frage des Wann
XPUB erklärt: Was ist der Extended Public Key bei Bitcoin?
Bitcoin Whitepaper auf Deutsch: Satoshis Original-Dokument verstehen