Stand: Februar 2026 – Gebühren und Anbieter laufend aktualisiert.
Bitcoin kaufen in der Schweiz ist heute über Banken, Neobanken oder spezialisierte Krypto-Anbieter möglich. Entscheidend sind Gebühren, Spread, Verwahrungsart und die Möglichkeit, Coins auf ein eigenes Wallet zu übertragen. Ein strukturierter Vergleich zeigt, wo Kosten, Flexibilität und Kontrolle am besten zusammenpassen.
Wie kaufe ich Bitcoin & Kryptowährungen in der Schweiz?
In der Schweiz gibt es mehrere Wege, Bitcoin zu kaufen, je nach Erfahrung, Budget und gewünschter Kontrolle über die eigenen Coins.
Schweizer Bank oder Neobank: bequem, reguliert, direkt ins E-Banking integriert. Ideal für alle, die Einfachheit über Kosten stellen. Nachteil: oft höhere Gebühren, Wallet-Transfer nicht immer möglich.
Spezialisierter Bitcoin-Broker: Anbieter wie Relai oder Pocket bieten automatische Sparpläne mit Self-Custody. Gut für alle, die regelmässig kaufen und die Coins selbst verwahren wollen.
Bitcoin-Börse: Oftmals die günstigste Option für grössere Beträge. Erfordert etwas mehr Eigenverantwortung und technisches Grundverständnis.
Bitcoin ATM: Sofortkauf und kein Konto nötig. Dafür höhere Gebühren. In der Schweiz gibt es Bitcoin ATMs in vielen Städten. Wie diese funktionieren, beschreibt unser Blogbeitrag.
Welcher Weg der richtige ist, hängt von deiner Situation ab. Weiter unten findest du den detaillierten Vergleich der Schweizer Banken und Anbieter mit allen Gebühren.
Bitcoin kaufen Schweiz: Was kostet es wirklich?
Bitcoin und andere Kryptos kaufen in der Schweiz kostet mehr als der erste Blick zeigt. Zwei Kostenkomponenten bestimmen den effektiven Preis und nur wer beide kennt, vergleicht richtig.
Gebühren: Die Kostenstruktur variiert stark von Anbieter zu Anbieter. Einige bieten eine Flat-Rate an, andere haben ein Gebührenmodell, das volumengestaffelt ist. Das bedeutet, dass sich die Kosten je nach Transaktionsvolumen ändern. Es lohnt sich, die Gebühren im Detail anzuschauen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, vor allem, wenn du regelmässig oder mit grösseren Beträgen handelst.
Kauf-/Verkaufs-Spanne (Spread): Der Spread hingegen ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs und wird häufig nicht separat ausgewiesen. Der Spread bedeutet vereinfacht gesagt: Du kaufst Bitcoin etwas teurer, als er gerade am Markt gehandelt wird, und würdest ihn im selben Moment etwas günstiger verkaufen können. Diese Differenz ist die Marge des Anbieters.
Beispiel: Bitcoin-Kauf mit CHF 5’000
Angenommen, du investierst CHF 5’000 in Bitcoin. Bei einer Kaufgebühr von 1.2% und einem Spread von 0.8% entstehen Gesamtkosten von rund CHF 100. Liegt die Gebühr bei 0.9% und der Spread bei 0.5%, betragen die effektiven Kosten etwa CHF 70.
Der Unterschied von CHF 30 wirkt auf den ersten Blick gering, summiert sich jedoch bei regelmässigen Käufen oder höheren Beträgen deutlich. Wer langfristig investiert oder einen Sparplan nutzt, sollte deshalb Gebühren und Spread gemeinsam beurteilen.
Weitere Kostenfaktoren beim Kauf von Bitcoin & Krypto
Neben Gebühr und Spread gibt es drei weitere Kostenfaktoren, die oft übersehen werden:
Währung und Wechselkurs: Kryptowährungen werden stets in US-Dollar gehandelt. Wenn du ein Konto in Schweizer Franken hast, stellt sich die Frage, wie deine Bank damit umgeht: Kauft sie die Kryptos in US-Dollar und rechnet den Betrag für dich in Franken um? Oft fällt dabei ein zusätzlicher Aufschlag an, der deine Rendite schmälert. Alternativ könnte die Bank deine Kryptos direkt in US-Dollar halten. Diese Unterschiede wirken sich direkt auf deine Kosten und Rendite aus.
Depotgebühren: Zusätzlich zur Transaktionsgebühr verlangen die meisten Banken eine Depotgebühr für die Verwahrung von Kryptowährungen. Auch diese Kosten können sich je nach Anbieter stark unterscheiden und sollten bei deiner Entscheidung berücksichtigt werden.
Flexibilität beim Transfer: Wenn du Wert darauf legst, deine Kryptowährungen bei Bedarf auf eine eigene Wallet zu übertragen, prüfe, ob deine Bank diesen Transfer ermöglicht. Manche Banken schränken diese Möglichkeit ein, was für diejenigen, die ihre Coins langfristig selbst verwahren möchten, ein entscheidender Faktor sein kann.
Verwahrung: Wer kontrolliert deine Bitcoin?
Beim Kauf über Schweizer Banken und Neobanken werden Bitcoin in der Regel «custodial» verwahrt. Das bedeutet: Der Anbieter übernimmt die technische Sicherung und hält die Private Keys für dich. Für viele Anleger ist das bequem, da kein eigenes Wallet eingerichtet werden muss.
Der Nachteil: Du hast nicht die vollständige Kontrolle über deine Coins. Ob und wie ein Transfer auf ein eigenes Wallet möglich ist, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Wer langfristig investieren oder maximale Unabhängigkeit möchte, sollte gezielt prüfen, ob eine Auszahlung an eine eigene Wallet-Adresse erlaubt ist.
Self-Custody, also die Verwahrung über ein eigenes Wallet, bedeutet hingegen, dass du allein die Private Keys kontrollierst. Das erhöht die Eigenverantwortung, aber auch die Souveränität über dein Vermögen.
Unsicher welche Verwahrlösung für dich geeignet ist? Dann lese unseren Beitrag: Bitcoin Selbstverwahrung oder Fremdverwahrung?
Regulierung in der Schweiz: Was bedeutet das konkret?
Schweizer Banken unterliegen der Aufsicht durch die FINMA (Finanzmarktaufsicht) und klaren gesetzlichen Vorgaben im Bereich Sorgfaltspflichten, Identifikation (KYC) und Geldwäschereibekämpfung. Für Anleger bedeutet das einen strukturierten regulatorischen Rahmen und transparente Prozesse.
Regulierung schützt jedoch nicht vor Marktschwankungen oder hohen Gebühren. Sie sorgt primär für rechtliche Sicherheit, institutionelle Stabilität und klare Verantwortlichkeiten, insbesondere im Vergleich zu unregulierten oder ausländischen Plattformen.
Wer Wert auf einen lokalen Rechtsrahmen legt, findet bei Schweizer Banken ein kontrolliertes Umfeld, muss jedoch häufig höhere Kosten in Kauf nehmen als bei internationalen Krypto-Börsen.
Angebote & Gebühren von Kryptowährungen
Nebst den unten aufgeführten Retail- und Challenger-Banken bieten auch einige Privatbanken inzwischen ein Krypto-Angebot an. Diese sind jedoch in dieser Übersicht nicht aufgeführt (Stand: Februar 2026. Konditionen können sich ändern; Quellen sind die jeweiligen Anbieter-Websites.).
Luzerner Kantonalbank
Angebot: Bitcoin und 8 weitere Kryptowährungen
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ✅
Staking: ❌
Transfers zu Dritt-Wallet: ✅
Mindestvolumen: 50 USD
Gebühren: 1,8% (bis 10’000), 1,55% (ab 10’000), 1,25% (ab 50’000), 1% (ab 100’000)
Depotgebühren: 0,60%
Link zum Angebot
Maerki Baumann Privatbank
Angebot: Bitcoin und weitere Kryptowährungen
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ❌
Staking: ✅
Transfers zu Dritt-Wallet: ✅
Mindestvolumen: keines
Gebühren: 0,50 – 1,25%
Depotgebühren: 0,35 – 0,60%
Link zum Angebot
Relai (Selbstverwahrung)
Angebot: nur Bitcoin
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ✅
Staking: ❌
Transfers zu Dritt-Wallet: ✅
Mindestvolumen: keines
Gebühren: 0,95%
Depotgebühren: keine, da Selbstverwahrung
Link zum Angebot
Revolut
Angebot: Bitcoin und +280 weitere Kryptowährungen
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ✅
Staking: ✅
Transfers zu Dritt-Wallet: ✅
Mindestvolumen: keines
Gebühren: 1,49% (Standard-Abo), 0,49% (Metall-Abo), oder tiefer
Depotgebühren: 0 CHF
Link zum Angebot
Pocket (Selbstverwahrung)
Angebot: nur Bitcoin
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ✅
Staking: ❌
Transfers zu Dritt-Wallet: ✅
Mindestvolumen: keines
Gebühren: 1,50%
Depotgebühren: keine, da Selbstverwahrung
Link zum Angebot
Postfinance
Angebot: Bitcoin und 17 weitere Kryptowährungen
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ✅
Staking: ✅
Transfers zu Dritt-Wallet: ❌
Mindestvolumen: 50 USD
Gebühren: 0,95%
Depotgebühren: 0,05 – 0,15%
Link zum Angebot
Swissquote
Angebot: Bitcoin und ~50 weitere Kryptowährungen
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ✅
Staking: ✅
Transfers zu Dritt-Wallet: ✅
Gebühren: 0.08 – 1.00% (ja nach 30 Tage-Handelsvolumen)
Depotgebühren: 80 – 200 CHF
Link zum Angebot
St. Galler Kantonalbank
Angebot: Bitcoin und Ethereum
Handel: k.A.
Sparplan-Funktion: k.A.
Staking: k.A.
Transfers zu Dritt-Wallet: k.A.
Mindestvolumen: k.A.
Gebühren: k.A.
Thurgauer Kantonalbank
Angebot: Bitcoin und Ethereum
Handel: Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Sparplan-Funktion: ❌
Staking: ❌
Transfers zu Dritt-Wallet: ❌
Mindestvolumen: 200 CHF
Gebühren: 0,90%
Depotgebühr: 0,35% (mind. 200 CHF)
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Valiant Bank
Angebot: Bitcoin und Ether
Handel: Montag bis Freitag zu Börsenzeiten
Sparplan-Funktion: ❌
Staking: ❌
Transfers zu Dritt-Wallet: ❌
Mindestvolumen:
Gebühren: 2,0% (bis 25’000), 1,80% (bis 100’000), 1,50% (bis 300’000), 1,20% (bis 1 Mio.)
Depotgebühr: 0,25%
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VZ Vermögenszentrum
Angebot: Bitcoin und 15 weitere Kryptowährungen
Handel: Montag bis Freitag zu Börsenzeiten
Sparplan-Funktion: ❌
Staking: ✅ (auf Anfrage)
Transfers zu Dritt-Wallet: ✅
Mindestvolumen: 200 CHF
Gebühren: 0,90% (bis 100’000), 0,70% (ab 100’000) / Mindest: 39 CHF
Depotgebühren: 0,60% (mind. 200 CHF)
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Yuh
Angebot: Bitcoin und 48 weitere Kryptowährungen
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ❌
Staking: ❌
Transfers zu Dritt-Wallet: ❌
Mindestvolumen: 25 CHF
Gebühren: 1%
Depotgebühren: 0%
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Zuger Kantonalbank
Angebot: Bitcoin und 8 weitere Kryptowährungen
Handel: Montag bis Freitag jeweils von 1.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Sparplan-Funktion: ❌
Staking: ❌
Transfers zu Dritt-Wallet: ❌
Mindestvolumen: 200 CHF
Gebühren: 1,3% (bis 50’000), 1,2% (bis 100’000), 1,1% (bis 150’000), 1% (bis 200’000), 0,7% (ab 300’000)
Depotgebühr: 0,45 – 0,60% (mind. 200 CHF)
Link zum Angebot
Zürcher Kantonalbank
Angebot: Bitcoin und 2 weitere
Handel: 24/7
Sparplan-Funktion: ❌
Staking: ❌
Transfers zu Dritt-Wallet: ❌
Mindestvolumen: 60 CHF
Gebühren: 1% (bis 250’000), 0,75% (ab 250’000)
Depotgebühren: 0,50%
Link zum Angebot
Fazit: Bitcoin kaufen bei Schweizer Banken
Wenn du darüber nachdenkst, in Bitcoin zu investieren, vergleiche die Gebühren und Features der einzelnen Anbieter, um die beste Entscheidung für dein Investment zu treffen.
Wir empfehlen jedoch immer eine Bank zu wählen, die auch Transfermöglichkeiten bietet. So hast du nämlich jederzeit die Wahl, deine Bitcoins & Co. auf dein privates Wallet zu senden – oder natürlich auch umgekehrt.
FAQ: Bitcoin kaufen Schweiz
Für Einsteiger ist der sicherste Einstieg meist über eine regulierte Schweizer Bank oder einen etablierten Anbieter (Broker, Neo-Bank) mit klarer Identifikation (KYC). Die Bedienung ist einfach und die Prozesse sind standardisiert. Wichtig ist, Gebühren und Spreads transparent zu vergleichen und zu prüfen, ob eine Übertragung auf ein eigenes Wallet möglich ist.
Ja, einige Banken bieten Bitcoin und weitere Kryptowährungen direkt über E-Banking oder Apps an. Der Komfort ist hoch, dafür sind Gebühren, Spreads und die Möglichkeiten zur Selbstverwahrung je nach Bank eingeschränkt.
Banken bieten hohen Komfort und Integration ins bestehende E-Banking. Neobanken sind oft günstiger und flexibler, arbeiten aber teilweise mit externen Partnern. Krypto-Börsen bieten meist die grösste Auswahl und tiefere Handelskosten, verlangen jedoch mehr Eigenverantwortung. Die richtige Wahl hängt von deinem Erfahrungslevel und deinem Sicherheitsverständnis ab.
In vielen Fällen sind internationale Börsen beim reinen Kauf günstiger, Banken punkten hingegen bei Einfachheit und Vertrauen. Wichtig ist, nicht nur die Kaufgebühr, sondern die Sicherheit, den Spread und mögliche Depot-/Verwahrungskosten zu vergleichen.
Beim Bitcoin-Kauf entstehen in der Regel zwei Kostenarten: eine sichtbare Kaufgebühr und der sogenannte Spread. Die Gebühr wird offen ausgewiesen, während der Spread die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs darstellt. Wer Anbieter vergleicht, sollte immer beide Komponenten berücksichtigen, da der Spread oft stärker ins Gewicht fällt als die offizielle Gebühr.
Der Spread beeinflusst den effektiven Kaufpreis direkt. Ein Anbieter kann mit einer tiefen Gebühr werben, aber einen breiten Spread anwenden. Dadurch zahlst du faktisch mehr für denselben Bitcoin. Ein realistischer Vergleich berücksichtigt daher immer den effektiven Gesamtpreis.
Nicht zwingend. Bei vielen Banken und Apps liegt dein Bitcoin «custodial», also beim Anbieter verwahrt. Wenn du volle Kontrolle willst, brauchst du ein eigenes Wallet (z.B. Hardware Wallet). Mehr dazu in unserem Blog.
Das kommt auf den Anbieter an. Einige erlauben Transfers an externe Wallets, andere nicht. Wenn dir Selbstverwahrung wichtig ist, ist das ein zentrales Auswahlkriterium. Unsere Übersicht zeigt dir, welche Banken was anbieten.
Ein Bitcoin-Sparplan ermöglicht regelmässige Investitionen, etwa monatlich mit einem festen Betrag. Dadurch wird das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts reduziert (Cost-Average-Effekt). Sparpläne sind besonders für Einsteiger attraktiv, sollten aber ebenfalls hinsichtlich Gebühren und Spread geprüft werden.
Bitcoin ist in der Regel als Vermögen zu deklarieren. Kursgewinne sind für Privatpersonen meist steuerfrei, aber Vermögenssteuer und je nach Kanton Details sind relevant. Im Zweifel lohnt sich eine Steuerberatung. Lese dazu unseren praktischen Steuer-Ratgeber.
Für private Anleger sind Kursgewinne auf Bitcoin in der Schweiz in der Regel steuerfrei. Entscheidend ist jedoch, dass du nicht als gewerbsmässiger Händler eingestuft wirst. Faktoren wie Handelsfrequenz, Fremdfinanzierung oder systematische Gewinnabsicht können steuerlich relevant werden.