Neu an der Schweizer Börse BTCAI Bitcoin, wenn's läuft. Cash, wenn's kracht. Mehr erfahren →

Wie viele Bitcoins gibt es?

Wie viele Bitcoin gibt es

Im traditionellen Finanzsystem kann unendlich viel Geld geschöpft werden und seit Dekaden wächst die Geldmenge stark an. Beim Bitcoin ist das nicht möglich. Doch wie viele Bitcoin gibt es überhaupt?

Doch beginnen wir ganz am Anfang, was ist eigentlich gutes Geld? Gutes Geld muss berechenbar sein. Im herkömmlichen Finanzsystem ist das oftmals nicht mehr der Fall. Bitcoin hingegen ist berechenbar: Die maximale Anzahl Bitcoins, die es jemals geben wird, beträgt 21 Millionen. Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zum Papiergeld. Die Zentralbanken dieser Welt können unbegrenzt viel Geld drucken. Das macht das Geld unberechenbar und kann beispielsweise zu Inflation – also zur Entwertung unseres Geldes – führen.

Bitcoin ist hingegen berechenbar, was eigentlich gutes Geld ausmacht. Der Bitcoin Code gibt die Regeln und die Limitierung vor (lese auch das Whitepaper). Diese Formel definiert die finale Bitcoin Geldmenge.

Die Formel für die finale Bitcoin Geldmenge

Wer es ganz genau nimmt und selber nach dieser Formel rechnet, stellt fest, dass die 21 Millionen eigentlich nicht ganz korrekt ist. Es werden nämlich insgesamt «nur» 20’999’999,9769 jemals vorhanden sein.

Wie viele Bitcoins gibts aktuell?

Wir wissen nun, dass Bitcoin eine endliche Ressource ist. Der aller letzte Bitcoin wird 2140 geschürft werden. Aktuell (24. Januar 2024) gibt es 19’607’375 Bitcoins. Diese Zahl ändert sich alle 10 Minuten, immer dann wenn neue Blöcke «gemined» werden. Eine aktuelle Übersicht findest du hier.

Wie kommen neue Bitcoin ins System?

Bitcoins werden durch den Mining-Prozess in Umlauf gebracht. Alle zehn Minuten bündeln die Miner Transaktionen in einen Block. Diese Zeitspanne entspricht der Bitcoin-Blockzeit. Danach müssen die Miner im Netzwerk ein mathematisches Rätsel lösen. Derjenige Miner, der dieses löst, trägt dies, vereinfacht gesagt, in ein Kontenbuch, also in einen Block. Dieser Block wird dem vorangegangenen Block angehängt. Deswegen auch der Begriff «Blockchain».

Bitcoin Halving

Wer also den neusten Block zuerst findet, wird derzeit (Stand April 2024) mit 3,125 neu erstellten Bitcoins belohnt. Übrigens, das nächste Bitcoin Halving findet im 2028 statt. Ganz zu Beginn, also beim ersten Block im Januar 2009, waren es noch 50 Bitcoins. Um eben ein unaufhörliches Ausdehnen der Geldmenge zu verhindern, sind spezielle Modalitäten im Code festgehalten. Details findest du hier.

Im Abstand von 210’000 erfolgreich erstellten Blocks findet ein sogenanntes Halving statt. Das heisst, dass die Belohnung nach 210’000 erstellten Blocks, was alle vier Jahre der Fall ist, die Belohnung an die Miner halbiert wird. Mit diesem Mechanismus wird gewährleistet, dass die Bitcoin-Menge endlich ist.

Fazit: Beim Bitcoin weiss jeder was er hat und darum ist Bitcoin berechenbar, was leider im traditionellen Geldsystem nicht mehr ist, spätestens seit dem Ende von Bretton Woods. Denn im August 1971 hab der damalige US-Präsident Nixon die Goldbindung des Dollar auf und das seit 1944 in Bretton Woods festgesetzte Weltwährungssystem beendete.

Willst du Bitcoin verstehen?

Wir veranstalten regelmässig Events für Einsteiger und Fortgeschrittene. Neugierig? Hier findest du die aktuellen Ausschreibungen.

Weitere Beiträge

Vergleich Full Node und Light Wallet: vollständige Blockchain gegen Block-Header

Full Node oder Light Wallet: So prüft deine Bitcoin-Wallet Zahlungen

Deine Wallet prüft Bitcoin-Zahlungen mit 77 Megabyte statt 770 Gigabyte Blockchain. Möglich macht das SPV, die vereinfachte Zahlungsüberprüfung. Der Beitrag erklärt den Unterschied zwischen Full Node und Light Wallet, was eine Light Wallet tatsächlich prüft, was du fremden Computern dabei anvertraust und wann sich ein eigener Node für dich wirklich lohnt.

Weiterlesen
Schematische Darstellung eines Merkle-Baums in einem Bitcoin-Block

Bitcoin und der Speicherplatz: Satoshis Rechnung von 2008 im Realitätscheck

Ein Bitcoin-Block-Header ist rund 80 Byte gross, egal wie viele Transaktionen im Block stecken. Satoshi rechnete 2008 vor, dass Speicherplatz nie zum Engpass wird. Der Beitrag prüft die Rechnung nach: wie der Merkle-Baum funktioniert, was Pruning wirklich löscht, warum das UTXO-Set der eigentliche Speicherfresser ist und was ein eigenes Node heute an Hardware braucht.

Weiterlesen

Newsletter